Zeit für einen Rückblick

Nun ist es soweit: das alte Jahr 2013 sagt auf Wiedersehen und das neue Jahr 2014 klopft schon zaghaft an die Türe.

Für den Jahreswechsel haben wir uns diesmal etwas Anderes ausgedacht: wir werden monatsweise zurückblicken und euch passend dazu ein paar Fotos zusammenstellen. Man merkt dann rückblickend erst, wie viel in so einem Jahr geschehen ist und was man alles ge- bzw. ertragen hat.

2013 – ein Jahr voller Höhen und Tiefen, Momente voller Glück – aber auch tiefer Traurigkeit. Da war sie wieder, die Achterbahnfahrt des Lebens mit Höhen und Tiefen und immer in Bewegung. Aber starten wir mal beim Einstieg in das Jahr 2013:

Der Januar verlief noch relativ ruhig – außer, dass wir uns um den Tiefbauer gekümmert haben. So langsam wurde unser Hausbau Realität und die Ausschachtung für unseren Keller näherte sich. Und unsere Straße hatte auch inzwischen ein Straßenschild und war somit nicht mehr namenlos.

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Im Februar kam dann mal wieder die weiße Pracht. Es hat so richtig schön geschneit und wie immer nutzten die Kinder die Fahrt mit ihren Schlitten auf dem Rodelberg in Manheim-alt. Wir warten schon gespannt darauf, wann die ersten Kinder den Rodelhügel in Manheim-Neu in Beschlag nehmen – aber dafür müsste es dann doch erst mal schneien, wovon wir im Moment aber scheinbar weit entfernt sind, wenn man sich die Temperaturen so anschaut. Außerdem war Karneval diesmal sehr früh und so wurde in dem für uns letzten Umzug durch den alten Ort natürlich auch das Thema Umsiedlung aufgegriffen.

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Tja und endlich kam Bewegung in unser Bauvorhaben: zuerst waren nur die Pflöcke mit den roten Köpfchen zu sehen und Ende Februar waren wir stolzer Besitzer einer Baugrube vom allerfeinsten sowie eines fast fertigen Kellers mit weißer Wanne 😉

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Der März war geprägt von klirrender Kälte, die wir in der Form so schon lange nicht mehr hatten. Das war natürlich sowohl für uns als auch für die Technik (Foto und Videoaufnahmen) eine Herausforderung, die wir aber irgendwie gemeistert haben. 😉 Der Keller wurde fertiggestellt und die Abnahme war erfolgreich so dass am

11.03.13 endlich unser Traumhaus gestellt wurde. Was war das für ein Tag!! Wir waren total aufgeregt und selbst die extreme Kälte von -11 Grad an dem Tag konnten uns nicht davon abhalten, von morgens 6 Uhr bis abends 19.30 h, wo dann auch noch das wunderschöne Richtfest durch die Jungs von FingerHaus abgehalten wurde, draußen auszuharren. Wir waren einfach nur extrem glücklich.

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Am 13.03.13 kamen dann Freud und Leid zugleich: unsere Richtfestfeier fand statt und eigentlich waren wir sehr glücklich – aber wie es im Leben oft geschieht, gab es für mich einen Grund sehr traurig zu sein. Einen Tag zuvor hatte ich von meiner geliebten Schwester erfahren, dass sie an Krebs erkrankt ist und dass mehrere OPs und anschließend eine Chemotherapie anstanden. Das hat mir in dem Moment den Boden unter den Füßen weggezogen und als ich sie auf der Feier wiedersah, da liefen bei uns beiden die Tränen. Niemand wusste zu der Zeit, wie es mit ihr ausgehen würde und ich war zum ersten Mal sehr dankbar, dass mich der Hausbau mit allem Drum und Dran wenigstens temporär ablenken würde. In Gedanken war ich allerdings doch immer bei meiner kleinen Schwester. Tja und dann kam der nächste Schlag, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Auf Ostersonntag Ende März verstarb meine über alles geliebte Oma. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich meinen Kopf danach komplett woanders stehen hatte. Manchmal kommen einfach zu viele schlimme Dinge auf einmal.

Der April stand dann ganz im Zeichen von Gegensätzen: Unser Häuschen brauchte unsere komplette Aufmerksamkeit, denn der Innenausbau und somit auch die Verlegung von Kilometern an Kabeln ging weiter. Marcos Leidenschaft „Haussteuerung“ bedeutete dementsprechend, dass wir diverse Kabel in unterschiedlichsten Farben und Dicken durch unser gesamtes Häuschen zogen. Dämmwolle wurde hin und her bewegt, Dreiecke ausgeschnitten, Löcher für die Steckdosen gebohrt, Datenautobahnen geschraubt usw. usw. Außerdem hat Marco unsere Satellitenschüssel montiert. Die Fußbodenheizung wurde verlegt und der Fließestrich kam ebenfalls direkt im Anschluss daran. Während des Trocknungsprogramms konnten Marco und ich bei Sauna-artigen Temperaturen die letzten Arbeiten bezüglich der Kabel, Steckdosen etc. erledigen. Das Gerüst rund um das Haus verschwand, da unser Häuschen auch schon den Fassaden- und Sockelputz erhalten hatte. Mittendrin am 10.04.13 wurde dann meine liebe Oma zu Grabe getragen und somit schloss sich ein weiteres Kapitel in unserem Buch, was sehr traurig war. Dennoch muss ich sagen, dass mich die Arbeiten im Haus im wahrsten Sinne des Wortes irgendwie geerdet haben und ich war sehr dankbar, dass ich in all den schweren Wochen zeitgleich durch den Hausausbau eingebunden war. Es mag verrückt klingen, aber immer, wenn wir unser Häuschen betraten, tankten wir Kraft für die weitere Zeit. Und so ist es auch heute noch.

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Im Mai kamen endlich wärmere Temperaturen und zum Maifest am 01.05.13 wurden in beiden Ortsteilen sehr schön geschmückte Maibäume aufgestellt, was wir richtig schön fanden. Marco schlug sich in diesem Monat mit der Inbetriebnahme der Telefontechnik rum, was ebenfalls kein Zuckerschlecken darstellte. Bei diesem Thema hat er doch einige Nerven lassen müssen, aber dennoch hat am Ende ja zum Glück alles geklappt. Natürlich ging im Haus der Innenausbau weiter und die Decken und Wände wurden verspachtelt. Die Geländegestaltung wurde durchgeführt und unser Garagenfundament wurde gegossen. Jedoch legten Marco und ich vorher natürlich wieder ein paar Leerrohre 😉 Kurze Zeit später wurde die Garage aufgebaut. In unserem Häuschen wurde fleißig tapeziert, so dass die Räume immer wohnlicher wurden. Da die Zeit der Kabelzieherei vorbei war, ging es nun los mit dem Endspurt für das Packen der Umzugkartons, denn der Umzug rückte immer näher. An Fronleichnam gab es in Manheim-alt ein wunderschönes Blütenbild, was wir euch ebenfalls nicht vorenthalten möchten.

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Der Juni hatte es in sich, da sehr viel geschah: die Boden- und Wandfliesen wurden im Haus verlegt, die sanitären Einrichtungen fanden ihren Platz, unser Kaminofen wurde geliefert und angeschlossen und natürlich auch vom Schornsteinfeger abgenommen 😉 Sämtliche Türen wurden eingebaut, und die Haustüre wurde endlich sichtbar. Unser lang ersehnter Gartenzaun rund um das Haus wurde gesetzt und anschließend der Rasensamen in die Erde gebracht sowie auch die beiden Teichschalen. Was nun unser altes Haus angeht: hier ging das endgültige Ausräumen vonstatten, alles wurde entweder in Umzugskartons gepackt oder aber in die 3 Container bzw. mit dem Sperrmüll entsorgt. Meine alte Gnadenbrotstute fand ein neues Zuhause in einer großen Herde. In unserem neuen Häuschen wurde die Terrasse angelegt und der erste Rasen war Ende des Monats zu sehen. Wir selbst sind dann auch am 25.06.13 ins neue Zuhause gezogen und mit uns wohnte damit auch das erste Kind in Manheim-Neu.

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Im Juli haben wir das alte Haus Zug um Zug leergeräumt, gesäubert und an RWE übergeben. Meine Eltern haben uns dabei tatkräftig unterstützt.

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August, September und Oktober standen ganz im Zeichen der weiteren Gestaltung der Außenanlagen: Die Einfahrt zur Garage wurde fertig gestellt, ebenso der Eingangsbereich und abschließend auch unser Zaun im vorderen Bereich. Im Garten fanden die ersten Sträucher ihren Platz. Weiterhin wurden die Spritzschutzbeete fertiggestellt und der Windschutz am Zaun im hinteren Bereich befestigt. Auch was unseren Ort betrifft, war es recht turbulent: da es bis dato weder eine Schulbus- noch sonstige Busverbindung ab/bis Manheim-Neu gab, konnten wir nach diversen Aktionen gemeinsam erreichen, dass am Ende doch grünes Licht für 2 Buslinien gegeben wurde, die anstatt außen um unseren Ort nun durch unseren Ort fahren. Weiterhin wurden im neuen Ort sowohl der erste Kinderspielplatz als auch die Hundewiese freigegeben.

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Im November kam die WDR-Doku „Ein Dorf zieht um“ ins Fernsehen, die wir gespannt verfolgt haben. In diesem Zusammenhang hatten wir auch die Gelegenheit in der Live-Sendung „daheim und unterwegs“ mitwirken zu können, was eine sehr schöne Erfahrung war. Außerdem hatten wir in diesem Monat erstmalig über 4000 Besucher auf unserer Seite „dickbusch.de“.  😀

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Der Dezember stand bei uns im Zeichen der Vorbereitung auf das erste Weihnachtsfest im neuen Haus, auf das wir uns sehr gefreut haben. Der Weihnachtsbaum wurde frisch geschlagen und sofort ins Haus gestellt und geschmückt. Nach und nach folgte dann auch die Weihnachtsdeko im Innen- und Außenbereich. Am 18.12.13 hieß es dann das erste Mal bei uns „Mache Dich auf und werde Licht“ – unser erstes Adventsfenster bei Manheims lebendigem Adventskalender. Weihnachten stand ganz im Zeichen der Familie, so dass auf ein sehr schönes Weihnachtsfest zurückblicken können. Abgerundet wurde das ganze noch mit dem Besuch der Krippenfeier in unserer schönen Manheimer Kirche.

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Heute haben wir nun Silvesterabend, welchen wir traditionell mit der Serie „Die Tetzlaffs“ (Ekel Alfred) und Dinner for One feiern. Es gibt Fondue und natürlich darf das Glockengeläut vom „Dicken Pitter“ heute Nacht nicht fehlen. Ein paar Raketen werden wir zum Abschied des alten Jahres und zum Willkommen des neuen Jahres in den Himmel schießen. Mögen dabei auch ein paar der Sorgen verschwinden, die auf jedem von uns lasten. Mit Sicherheit werden wir auch mit dem ein oder anderen neuen Nachbarn mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anstossen. 🙂

Abschließend noch ein paar Wünsche für das kommende Jahr: für uns und alle Anderen wünschen wir uns Gesundheit, die unbezahlbar ist, Glück, Zufriedenheit und die berühmten schönen Momente.

Außerdem gibt es für mich persönlich natürlich auch noch den tiefen Wunsch, dass mein geliebtes Schwesterchen es „geschafft“ hat und sowohl bei ihr als auch im engen Familien- und auch im Freundeskreis die Krankheiten nicht wieder ausbrechen oder weitergehen.

Und es wäre für mich eine große Wunscherfüllung, wenn unser kleiner Nico endlich nächstes Jahr auf den Friedhof in Manheim-Neu verlegt würde. Ich hoffe sehr, dass ich euch beim nächsten Rückblick dann darüber berichten kann.

Allen Bauherren wünschen wir weiterhin gutes Gelingen, einen guten Umzug und dass es im nächsten Jahr hier voll werde.

Alles Liebe von uns 3 und macht es gut – auf dass 2014 ein gutes Jahr werden möge…

 

 

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