Unser Haus ist da :o))

20130311-IMG_0882…und das schon seit dem 11.03.2013…

Aber leider hat es für diesen Artikel etwas mehr Zeit gebraucht. Nicht nur, weil wir Unmengen an Fotos gesichtet haben sondern auch, weil neben dem für uns schönen Hausaufbau auch noch zwei traurige, familiäre Ereignisse ihren Raum brauchten und insbesondere meine Person eingenommen haben. Somit hat sich alles irgendwie nach hinten verschoben, obwohl ich mit dem Bericht schon zeitig angefangen hatte. Aber  wie immer im Leben liegen Freude und Leid sehr nah beieinander…und das mussten wir in der letzten Zeit eben mal wieder erfahren.

Trotzdem hoffen wir, auch wenn der Artikel zeitverzögert kommt, dass euch die Fotos und Infos hierzu Freude machen. Also: hier ist nun endlich der Bericht von „unserem Hausaufbau“ 🙂

Eine sehr spannende und aufregende Zeit rund um unser Häuschen liegt hinter uns und wir möchten aus diesem Grund von unseren Gefühlen und Erlebnissen rund um die Hausaufstellung berichten. Lange hatten wir auf diesen Moment gewartet und als der Termin endlich da war, waren wir total aufgeregt und überglücklich. Aber der Reihe nach:

11.03.13 – Heute kommt unser Haus!!! 😀

05.00 Uhr: Der Wecker klingelt und es heißt für uns alle 3 aufstehen: das Haus kommt ;o)) Hunger hat keiner von

uns, also geht es um

05.40 Uhr Richtung Baustelle. Mensch, was sind wir aufgeregt!!!

06.00 Uhr: Ankunft an unserem Grundstück. Mit Freude registrieren wir, dass schon 2 große LKWs von FingerHaus mit den ersten, wichtigen Teilen für den Hausaufbau da sind. Wie man uns mitteilte, waren die Jungs schon in der Nacht gestartet, um zeitig da zu sein, da ja auch das Wetter leider nicht das Beste ist. Schneefall war angesagt und von daher waren die Jungs zeitig losgefahren mit unserem Häuschen…wir persönlich finden das einfach nur klasse. 2 weitere LKWs lassen ebenfalls nicht lange auf sich warten und so stehen 4 große LKWs brav am Rand und warten darauf, die kostbare Fracht weitergeben zu können…

06.30 Uhr: die komplette Aufbau-Truppe von FingerHaus ist da, ebenso der Schwerlastkran und unser Team vom WDR, was uns seit September 2011 begleitet und aus diesem Grund auf ein paar Bildern zu sehen ist ;o)) Ohne zu Zögern legt unser Aufbautrupp los…

06.40 Uhr: Zunächst wird Material auf der Kellerdecke verteilt, was für den Hausaufbau benötigt wird und rundherum wird bereits der erste Speis verteilt.

07.05 Uhr: Unsere Kellertreppe kommt herangeschwebt und wird mit Fingerspitzengefühl und Präzision eingefügt….unfassbar, wie genau das alles passt…und wie schnell die Treppe eingebaut wird…

07.18 Uhr: Die erste Wand unseres Erdgeschosses nähert sich ebenfalls mit einer Leichtigkeit ihrem Zielpunkt und wir sind total aufgeregt… 🙂 Es handelt sich um unsere „Wohnzimmerwand“, welche zum Garten gelegen ist und bereits die Aussparungen für unseren Ofen/Kamin enthält und auch die Rollläden sind bereits integriert, wie bei allen Fenstern.

07.24 Uhr: Unsere erste Wand steht mehr oder weniger von alleine und wartet nun auf die restlichen Wände, die nicht lange auf sich warten lassen. Denn bereits um

07.25 Uhr hebt sich die nächste Wand in die Luft und wird an entsprechender Stelle befestigt. Diesmal ist es die Wand, welche zur Garage gelegen ist.

07.35 Uhr: Die nächste Wand ist an Ort und Stelle: unsere Vorderfront mitsamt Haustüre wird montiert und wir können es überhaupt nicht fassen, mit welch einer Geschwindigkeit unser Häuschen Gestalt annimmt….

07.40 Uhr: Unsere Wand mit dem Küchenfenster wird ebenfalls montiert…und alles wird für die weiteren Wände vorbereitet.

08.30 Uhr: Die erste Innenwand wird eingefügt und zusammen mit der Rückwand des Gäste WCs, in dem die Leitung für das WC vorhanden ist, haben wir um

08.40 Uhr jetzt auch schon das erste richtige Zimmer: unser Gäste WC ist nun räumlich vorhanden 😉

08.53 Uhr: Auch das Gästezimmer ist komplett: 3 Wände sind hierfür nötig und bereits an Ort und Stelle angekommen und montiert…

09.01 Uhr: Unsere Küche nimmt Gestalt an: 2 Wände, die ebenfalls zum Flur gehören, sind schon am richtigen Platz und ebenfalls montiert…

09.03 Uhr: Der Technikraum ist als Raum erkennbar: die letzte, fehlende Wand zum Treppenabgang ist da.

09.15 Uhr: Man soll es nicht glauben, aber alle Wände des EG haben ihren Platz gefunden! Die zwei letzten, fehlenden Wände für unser Wohnzimmer/die Küche sind montiert und nun warten wir auf die Decke 😉

09.37 Uhr: Unsere Decke für das Obergeschoss nimmt Gestalt an und das erste Teilstück liegt bereits.

10.19 Uhr: Nach noch nicht einmal einer Stunde ist die Decke komplett fertig nebst Stahlträger montiert. Jetzt fehlt aber noch unser Wintergarten…

10.24 Uhr: Unsere Treppe vom EG zum OG schwebt ebenfalls Richtung Häuschen und wird in altbekannter Geschwindigkeit und Präzision montiert.

Danach sind auch schon weitere Dinge auf der Decke zum OG abgeladen worden, die für den Aufbau des OG und des Dachs benötigt werden. Außerdem gibt es für die kleine Stärkung zwischendurch belegte Brötchen sowie kalte und warme Getränke.

11.39 Uhr: Die Vorderfront unsere OG schwebt bereits zur richtigen Stelle und die zweite Wand mit der Rückfront folgt gleich hinterher.

12.30 Uhr: Die Außenwände des OG sind komplett montiert und nun geht es weiter mit den Innenwänden…auch hier schwebt wieder eine Wand nach der nächsten per Kran heran und wird zügig an die passende Stelle gebracht und montiert…unser Häuschen sieht irgendwie aus, als ob es noch schlafen würde….sind doch bei allen Fenstern die Rollläden unten 😉

13.03 Uhr: Es fehlt ja auch noch unser Wintergarten! Den haben die Jungs natürlich nicht vergessen und so schwebt also nun das erste Fenster an die passende Position…ich muss gestehen, dass ich die ganze Zeit gehofft und gebangt habe, dass an die Fenster nur nichts dran kommt 😉

13.36 Uhr: Unser Wintergarten ist fenstertechnisch heil an Ort und Stelle platziert und montiert worden und nun kann es im Dachgeschoss weitergehen…

Inzwischen hatte der Schneefall eingesetzt und es sah auch sehr danach aus, als wollten diese Schneeflocken ein Wörtchen beim Hausaufbau mitreden…wurden es doch nach und nach immer mehr…

14.07 Uhr: Beide Giebel-Wände sind an Ort und Stelle montiert und nun geht es mit dem Dach weiter…

14.08 Uhr: Die Dachpfette kommt ebenfalls per Lastkran herangeschwebt und nach der Platzierung und Montage geht es weiter mit den einzelnen Dachelementen…Nach und nach werden diese an Ort und Stelle gebracht und die Jungs beginnen mit dem Eindecken des Dachs. Der Schneefall hat sich leider inzwischen verstärkt und die Temperaturen sind nach wie vor eisig…dennoch erledigen unsere Jungs ihren Job großartig und gegen

16 Uhr  sind alle Dachelemente an Ort und Stelle und unser Häuschen komplett dicht…ab diesem Zeitpunkt waren wir einfach nur heilfroh, dass bis dahin der Hausaufbau so super gelaufen war und unser Häuschen so gut wie keine Feuchtigkeit abbekommen hatte. Die paar Schneeflocken machten unserem Zuhause nichts aus…leid taten uns ehrlich gesagt nur unsere Jungs, die sich bis zu dem Punkt immer noch keine großartige Pause gegönnt hatten und tapfer bei Wind und Schnee reinklotzten. Das hat uns auf jeden Fall sehr beeindruckt…

Auch die Zusammenarbeit zwischen dem Aufbautrupp und dem Kranführer war unglaublich: alles lief über Sichtkontakt und Zeichensprache und obwohl all diese Arbeit „ohne Worte“ lief, hatte man das Gefühl, es sei insgesamt ein Ganzes. Ein Top eingespieltes Team!

Während nun ein Teil des Trupps das Dach eindeckt, wird zeitgleich innen vom Rest des Trupps weiter am Ausbau gearbeitet…schließlich fehlt ja noch die Decke zum Dachgeschoss…

Gegen 19 Uhr ist unser Häuschen komplett eingedeckt und uns geht so richtig das Herz auf…. 😀

Wir können nicht beschreiben, wie sehr wir mit dem Häuschen und dem Aufbau mitgefiebert haben. Vor allen Dingen haben wir gehofft, dass alles gut geht während des Aufbaus und das in jeglicher Hinsicht: das Wetter mag nicht toll gewesen sein, weil eben extrem kalt und mit Schneefall – aber: es hätte uns auch schlimmer treffen können, nämlich wenn es gestürmt und geregnet hätte. Also waren wir hier schon mal zufrieden, denn so, wie es war, war es eben OK 🙂

Die Jungs sind auch alle wohlbehalten vom Aufbau und Dach eindecken ins Haus zurückgekehrt, worüber wir uns auch sehr gefreut haben. Auch dafür waren wir ganz ehrlich sehr dankbar…

Und was wäre ein Hausaufbau ohne einen Richtspruch???

Wir hatten extra einen Tannenbaum geschlagen (war übrigens wieder eine nette Anekdote für sich, da wir schon sehr gemustert wurden, dass wir im März mit einem frisch geschlagenen Tannenbaum quer über die Bonnstraße gelaufen sind) ….und einer der Autofahrer sang dann auch aus voller Kehle: „Last Christmas I gave you my heart…..“…was uns natürlich doch herzlich lachen ließ….

Den Tannenbaum haben wir dann mit bunten Krepp-Bändern geschmückt, die zudem auch noch „wasserdicht“ waren 😉

Jedenfalls freuten wir uns im Anschluss an den Hausaufbau auf den Richtspruch. Uns war es sehr wichtig, dass wir nicht ohne den Segen unserer Zimmerleute/unseres Bautrupps ins neue Häuschen ziehen und so bekam der Tag noch einen wunderschönen und sentimentalen Abschluss…denn….

…kurz nach 19 Uhr kletterte Christian, einer unserer Zimmerleute, auf das während des Hausbaus aufgestellte Gerüst zusammen mit einem mit Schnaps gefüllten Schnapsglas und hielt folgenden Richtspruch:

Den Mut hoch in die Luft zu bauen,
gab Gott dem Zimmermann ins Herz,
die Kunst die Balken zu behau´n,
und aufzurichten himmelwärts.

Steht dann der First in Lot und Mitte,
der Richtbaum grüßt ins Land hinein,
so hat nach guter, alter Sitte,
der Zimmermann den Bau zu weih´n.

Als erstem hier sei Gott gedankt,
der uns ein Schutz und Helfer war,
bei jeder drohenden Gefahr.
Auch schütz er künftig dieses Haus
und alle, die da gehen ein und aus.

Der Maurer sei danach bedacht,
er hat alles recht gemacht,
die Fundamente stehen gut,
das schöne Heim darauf sicher ruht.

Doch, wo käme ein solcher Prachtbau her,
wenn da nicht der Zimmerer wär,
stolz nehm ich mein Glas und trinke es aus,
ein Hoch dem Bauherrn und dem Haus.

Prost!

Danach trank jeder von uns seinen Schnaps (bis auf Leon natürlich, der hatte Wasser im Schnapsglas 😉 ) und Christian schaffte es tatsächlich, im Dunkeln und Schneegestöber das Schnapsglas nach unten zwischen all dem Sand auf den Deckel vom Revisionsschacht zu werfen (war auch die einzige Möglichkeit, das Glas zum Bersten zu bringen! 😉   ) und bei uns war der Jubel groß. Bei so viel guten Wünschen und dem Segen kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Wir standen auf jeden Fall am Abend voller Glück vor unserem Häuschen und freuten uns einfach von Herzen, dass dort, wo am Morgen nur ein Keller mit Decke vorhanden war, nun unser Häuschen mit komplett eingedecktem Dach, Fenstern, Rollläden, Haustür und Wintergarten stand. Unser langgehegter Traum war endlich wahr geworden: Unser Haus war endlich bei uns…

Die Fotos dieses aufregenden und schönen Tages haben wir euch wie immer unter Bautagebuch, Hausaufbau bereit gestellt und wir hoffen, dass wir euch etwas von unserer Freude rüberbringen können.

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