Alles neu macht der Mai – und nicht nur das…

Letztes Maifest im alten Dorf ...

Letztes Maifest im alten Dorf …

Wie jedes Jahr wurde in unserem schönen Ort der Brauch gepflegt, einen Dorfmai aufzustellen, wobei wir uns hier sicherlich etwas von anderen Orten unterscheiden, denn bei uns gibt es nicht nur einen Dorfmai, sondern gleich zwei. Auch das hat inzwischen Tradition und darüber freuen wir uns sehr.

Und wie jedes Jahr hatten auch wir vor, diesen tollen Brauch zu begleiten und wieder mit Fotos und Berichten diesen Tag festzuhalten – zumal das Wetter wunderbar mitspielte. Dennoch gab es dieses Jahr leider bei uns eine kleine Veränderung, die so nicht geplant war: Aufgrund eines med. Eingriffs war es mir selbst nicht möglich, ebenfalls Fotos zu machen, was mich dazu veranlasste als etwas anderer „Augenzeuge mit dabei zu sein. Also machte ich aus der Not eine Tugend und bekam diesmal dementsprechend so viel mehr von dem ganzen Drumherum mit.

Denn auch im Hintergrund wurde gewuselt, gerannt und organisiert: Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, wie immer gab es den Wagen für die Musik, Verpflegung wurde geboten in Form von Grillgut und Getränken aus Getränkepilzen. Stehtische und Bänke für die Besucher und selbst, so banal das klingt, natürlich auch ein Toilettenwagen. All das muss vorher organisiert, aufgebaut und am Ende auch wieder abgebaut werden. Alles Dinge, die man als Besucher ja so nicht mitbekommt oder wahrnimmt. Die ganzen Fahrzeuge müssen mit Fahrern „versorgt“ sein und natürlich darf auch die Absicherung durch die dorfeigene Feuerwehr nicht fehlen.

Und so rückten wie immer unsere Jungs der „Lustigen Buben“ mit viel grünem Rauch, toller Stimmung und Prachtexemplaren von Maibäumen an und das erfüllte unseren Marktplatz mit diesem Leben, was jedes Jahr aufs Neue einfach nur schön ist. Und ebenfalls wie immer wurden sie begleitet vom Tambourcorps „Blau-Weiß Manheim“ – auch das gehört zur Tradition. Der große Kran hatte sich bereits vorher zeitig positioniert und so parkten dann auch alle mit Maibäumen beladenen Fahrzeuge an der richtigen Stelle.

Was danach folgte, gehört zu dieser Tradition einfach mit dazu: Baum anheben, störende Äste wegschneiden, Fahrzeug entfernen. Noch hing der wunderschöne Dorfmai ungeschmückt am großen Kran, bevor er so auf Position gebracht wurde, dass die Kinder des Dorfes mit der „Verschönerung“ des Baumes durch die bunten Bänder beginnen konnten. Und eben jene bunten Bänder wurden säckeweise rund um den Baum verteilt, so dass bei den unzähligen Kindern kein Halten mehr war. Wie ein Bienenschwarm verteilten sich die Kinder, strömten zu den Säcken und in Windeseile wurden die Bänder aus den Haufen herausgezogen, um dann im Sauseschritt zum Baum zu eilen und die „Bänder-Beute“ dort zu befestigen. Manch Elternteil hatte dabei wirklich Mühe, mit der Geschwindigkeit und Wendigkeit des Sprösslings mitzuhalten. Da wie immer unglaublich viele Kinder mit viel Freude dabei waren, den Baum zu schmücken, dauerte es natürlich auch nicht lange und unser Dorfmai erstrahlte in bunten Farben.

Danach begann der nächste Teil: die Aufstellung des Baumes.

Der große Kran hievte den Dorfmai an die entsprechende Stelle, wo bereits unsere Burschen der Lustigen Buben bereitstanden, um dem Baum seinen endgültigen Platz zu geben, ihn zu fixieren und am Ende von der Schlinge, die mit dem Kran verbunden war, zu befreien. Danach stand unser Dorfmai frei und sicher und als Dankeschön strahlten das Grün und die bunten Bänder im Wind um die Wette.

Der Dorfmai in Manheim-neu

Der Dorfmai in Manheim-neu

Anschließend begann für einen Teil der Lustigen Buben in Manheim-alt bereits das Maifest, wobei sich der andere Teil der Lustigen Buben mit Feuerwehr und zweitem Dorfmai auf den Weg zu uns nach Manheim-Neu machte. Dort angekommen, wurde ohne Kran der Baum alleine mit Muskelkraft entladen, selbst geschmückt und natürlich auch ebenso aufgestellt. Für mich ein zweites Sinnbild der puren Tradition und für mich persönlich jedes Mal ein irgendwie sehr rührender Moment – greifen doch so viele Hände und Dinge ineinander. Ein Miteinander, ohne das es solch ein tolles Event, solch einen tollen Brauch nicht geben würde. So viel Zeit, Geld, Herzblut und auch Verantwortung wird seitens der Beteiligten in diesen schönen Brauch gesteckt…wäre das nicht der Fall, stünden wir wohl ohne unser tolles Maifest und vor allen Dingen ohne diese wunderschönen Maibäume da.

Deshalb aus tiefstem Herzen ein dickes, fettes Dankeschön an alle Beteiligten, die mit so viel Freude bei der Sache sind und hoffentlich all die Liebe und Freude zu diesem Brauch mit in den neuen Ort nehmen, wenn wir mal alle zusammen hier wohnen und es wieder nur noch einen Dorfmai geben wird. Wir freuen uns darauf und glauben fest daran, dass diese schöne Tradition im neuen Ort erhalten bleibt und nicht sterben wird.

Die Fotos von beiden Events findet ihr wie immer in unserem Album

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